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Verstand und Gefühl  
Verstand und Gefühl

von Jane Austen
 
Vorgestellt von: Annele (Slytherin)


Allgemeines zum Buch Verstand und Gefühl und dem Autor Jane Austen

"Sense and Sensibility" ist einer von Jane Austens (1775-1817) frühen Romanen, die sie mit Anfang 20 schrieb. Zwar wurde dieses Buch auch als erstes Werk von Jane Austen veröffentlicht, doch erst 1811 – viele Jahre nach der Niederschrift. Ursprünglich war der Roman nach den Namen der beiden Protagonistinnen Elinor and Marianne betitelt; auch der letztlich gewählte Titel spielt auf die beiden Schwestern an. Denn Elinor ist ganz Sense ("Verstand") und Marianne ganz Sensibility ("Gefühl"). Beide Schwestern sind auf der Suche nach dem richtigen Mann fürs Leben. Ihre Ansichten, was diesen Mann auszeichnet, sind so unterschiedlich wie ihr Umgang mit ihrer Liebe zu dem Auserwählten. Dieser belletristische Roman ist für Leser ab ca. 14 Jahre geeignet.

Inhaltsbeschreibung zum Buch Verstand und Gefühl von Jane Austen

Nach dem Tode ihres Vaters müssen Elinor und Marianne Dashwood mit ihrer Mutter und jüngeren Schwester aus dem Hause ihres Vaters ausziehen, das ihr älterer Halbbruder erbt. Elinor, die vernünftige ältere Schwester, ist froh, dass sie und ihre Familie nicht länger in einem Haus mit ihrer egoistischen Schwägerin wohnen müssen. Wäre da nicht der Wermutstropfen, dass sie auch Edward Ferrars, den sehr liebenswürdigen Bruder ihrer Schwägerin, zurücklassen mussten. Elinor und Edward mögen sich sehr, doch ob dies auf seiner Seite für eine Ehe ausreichend ist? Zudem hat Edwards ehrgeizige Mutter große Pläne für ihren ältesten Sohn – eine Ehe mit der mittellosen Elinor gehört nicht dazu. So verheimlicht Elinor ihrer Familie gegenüber das Ausmaß ihrer wahren Gefühle für Edward Ferrars.
Durch Vermittlung eines guten Freundes findet die Familie schließlich ein kleines Cottage in Devonshire, das ihren finanziellen Mitteln angemessen ist. Bald haben sich alle gut eingelebt, da tritt Mr John Willoughby in ihr Leben. Bald stellt sich heraus, dass er ebenso wie Marianne ein schwärmerischer Geist ist, der seine Gefühle offen zur Schau stellt. Marianne und Willoughby turteln so offen miteinander, dass überall schon von ihrer Verlobung gesprochen wird. Elinor versucht ihre Schwester zu mehr Zurückhaltung zu bewegen, doch Marianne will davon nichts hören und erwartet jeden Tag den ersehnten Heiratsantrag. Statt einen Antrag zu machen reist Willoughby jedoch überstürzt aus der Gegend ab. Marianne bleibt am Boden zerstört zurück. In der Zwischenzeit wurde ihr sozialer Kreis in Devonshire um die Schwestern Mary und Lucy Steele erweitert. Während Mary Steele die Dashwood-Schwestern vor allem durch ihre Vulgarität abstößt, wird die hübsche Lucy zu Elinors ganz persönlichem Quälgeist. Sie erzählt ihrer "lieben" Freundin im Vertrauen, dass sie mit Edward Ferrars heimlich verlobt sei. Immer wieder erzählt sie Elinor, wie beständig Edwards und ihre Liebe im Angesicht aller widrigen Umstände sei.
In diese Situation kommt die Einladung einer älteren Dame, die beiden Dashwood-Schwestern über den Winter mit nach London zu nehmen. Mrs Dashwood, die sich davon die Aufheiterung ihrer jüngeren Tochter und eine mögliche Wiederbegegnung ihrer älteren Tochter mit Mr Edward Ferrars erhofft, stimmt dem gerne zu. Elinor, die ihr Lucy gegebenes Versprechen, über deren Verlobung mit Edward zu schweigen, nicht brechen möchte, muss sich schweren Herzens den Wünschen ihrer Mutter und ihrer Schwester fügen.
Doch in London befindet sich nicht nur Edward mit seiner Familie, sondern auch John Willoughby. Wird es zu einer Wiederbegegnung der Schwestern mit den Männern ihres Herzens kommen? Was plant Lucy Steele, die ebenfalls den Winter in London verbringt?

Die Meinung von Annele (Slytherin) zu Verstand und Gefühl von Jane Austen

Wie jeder Austen-Roman ist auch dieser ein Hochgenuss. Kaum eine Austen-Heldin hat soviel zu erdulden wie Elinor: Geduldig trägt sie ihr eigenes Leid wie auch die Unvernunft ihrer Mutter und die Leidenschaften ihrer Schwester, die diese fast in den Tod treiben. Nebenbei ist sie immer höflich und freundlich zu ihrer intriganten Nebenbuhlerin Lucy wie zu älteren Damen, die es zwar nur gut meinen, aber doch häufig an Taktgefühl fehlen lassen. Elinor ist trotz ihrer Engelsgeduld nicht das passive Opfer; im Gegenteil, ihre Rationalität und Gefühlsbeherrschung geben ihr die Möglichkeit, auch in widrigen Umständen ihre Würde zu bewahren. Bei so mancher Charakterisierung habe ich mich gefragt, wie oft Jane Austen selbst impertinenten älteren Bekannten und hinterhältigen Damen ausgesetzt war.
Ein kleiner Tipp am Rande für alle die nicht nur gerne lesen, sondern auch hören: Es gibt eine ganz wunderbare, ungekürzte Lesung von "Verstand und Gefühl" von Eva Mattes. Sie trifft genau den Austen-Tonfall und macht aus einem literarischen Meisterwerk einen Ohrenschmaus.

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